Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Aufgaben

Aufgaben und Zuständigkeiten

Die Bundeswasserstraßen
Die Wasserstraßen sind neben den Straßen und Schienenwegen Teil des Verkehrswegenetzes der Bundesrepublik Deutschland. Sie bilden ein zusammenhängendes Netz von rd. 7.400 km Länge, das die großen Seehäfen mit der Hohen See und ihrem jeweiligen Hinterland sowie die bedeutendsten Industriezentren untereinander verbindet. Die überwiegende Zahl der deutschen Großstädte besitzt einen direkten Wasserstraßenanschluss mit eigenem Binnenhafen. Rd. 3/4 der Binnenschifffahrtsstraßen sind zur Verbesserung der Verkehrsbedingungen geregelte oder staugeregelte Flüsse, 1/4 sind Schifffahrtskanäle.
Die Binnenschifffahrt befördert rd. 240 Mio. Tonnen aller in der Bundesrepublik Deutschland im Fernverkehr transportierten Güter, insbesondere Massengüter wie Baustoffe, Erze, Kohle, Mineralöle und landwirtschaftliche Produkte. Hinzu kommt der Transport von schweren und sperrigen Gütern, die auf dem Landwege nicht transportiert werden können und zunehmend auch der Containertransport. Das Binnenschiff zeichnet sich dabei als besonders umweltfreundliches, kostengünstiges und sicheres Verkehrsmittel mit geringem Energieverbrauch aus.
Neben der Nutzung als Verkehrsweg dienen die Wasserstraßen der Wasserversorgung, der Energiegewinnung, dem Hochwasserschutz sowie der Freizeit und Erholung der Bevölkerung. Zudem erfüllen die Wasserwege mit ihren Ufern und Vorländern eine wichtige Biotopfunktion und sind Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren.

Gesetzliche Grundlagen
Nach Artikel 89 des Grundgesetzes ist der Bund Eigentümer der Bundeswasserstraßen. Er verwaltet sie durch eigene Behörden (Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes - WSV). Die Zuständigkeit des Bundes für die Verwaltung der Bundeswasserstraßen und für die Regelung des Schiffsverkehrs ist im einzelnen durch folgende Bundesgesetze geregelt:

  • das Bundeswasserstraßengesetz
  • das Binnenschifffahrtsaufgabengesetz
  • das Seeschifffahrtsaufgabengesetz
  • das Bundeswasserstraßenvermögensgesetz für die fiskalische Verwaltung

Die allgemeine Wasserwirtschaft, insbesondere die Gewässerreinhaltung und die Wassergüte, fällt in die Zuständigkeit der Bundesländer.

Mehr Informationen über die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung erhalten Sie unter www.gdws.wsv.de

Aufgaben
Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung hat als Hauptaufgaben die Sicherung des Verkehrsweges Wasserstraße sowie die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs. Zur Sicherung des Verkehrsweges gehören beim WSA Spree-Havel:

  • die Unterhaltung der Bundeswasserstraßen (Gewässerbett und Anlagen),
  • der Betrieb der baulichen Anlagen, wie z. B. Wehre, Schleusen und Brücken,
  • der Aus- und Neubau der Verkehrswege,
  • das Setzen und Betreiben von Schifffahrtszeichen,
  • die Messung von Wasserständen,
  • die Gefahrenabwehr zur Erhaltung der Bundeswasserstraßen in einem für die Schifffahrt erforderlichen Zustand (Strompolizei), 

Zur Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs gehören:

  • die Verkehrsregelung und Verkehrslenkung (Schifffahrtspolizei),
  • die Zulassung technisch sicherer Fahrzeuge und Festsetzung der Schiffsbesatzung (Schiffsuntersuchung für die Binnenschifffahrt),
  • das Erteilen von Befähigungszeugnissen für die Schifffahrt (Patentwesen). 

Daneben nimmt das WSA Spree-Havel für seinen Zuständigkeitsbereich noch die Eigentümerinteressen des Grundvermögens der Bundesrepublik Deutschland wahr.

Die Bauhöfe sind für den sicheren und störungsfreien Betrieb der Anlagen des gesamten Amtes zuständig, dazu gehören ebenfalls Taucher, die Nachrichtentechnik, Peilwesen (in Zusammenarbeit mit dem Innenbereich des Amtes und den Außenbezirken).

Reform der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes

Am 8. April 2020 wurden das WSA Berlin und das WSA Brandenburg zum Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Spree-Havel zusammengeführt.

Reform der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes

Karte

Karte der Berliner und Brandenburger Wasserstraßen